Geistliches Wachstum beginnt mit der Familie. In der geistlichen - bestenfalls schon in der natürlichen Familie - lernen wir das Einmaleins des geistlichen Lebens - Gebet, Leben mit und Austausch über dem Wort Gottes. Wir entdecken, dass wir von Gott geliebt werden. Im Schutz der geistlichen Familie begegnen wir so als Kinder Gottes den Menschen und Geschwistern. In der Begleitung geistlicher Väter und Mütter lernen wir, Gott und einander zu vertrauen und zu lieben. Wir erfahren Geborgenheit als die subjektive Seite des Glaubens. Geschichtlich können wir an Abraham, an Jesus und seine Jünger und an die Urgemeinde denken.
Nach der Familienstruktur in der Urgemeinde begann die Entwicklung der Kirche. Hierzu gehören die Entstehung der Ämter, der Kanon der biblischen Bücher, das Werden der Glaubensbekenntnisse. Dogmen wurden formuliert. Alle Christen brauchen die weiterführende Unterweisung und Eingliederung in das je größere Ganze. Es geht gewissermaßen um unsere geistliche Erziehung. Wir feiern im Gottesdienst das Geheimnis der Danksagung für das Erlösungsopfer Christi. In Anbetung und Lobpreis vereinigt sich die irdische Kirche mit der himmlischen Gemeinde der Heiligen und Vollendeten. Hier kommt die objektive Seite des Glaubens zum Tragen.
Nach dem Werden der Kirche vollzog sich in der Geschichte des Reiches Gottes die Entwicklung zur Gemeinde. Die Gemeinde ist die Versammlung der mündigen Christen. jeder getaufte Christ ist beauftragt (berufen), Gott in der Welt zu vertreten und die Welt vor Gott zu bringen. Die Glieder der Gemeinde sind in Familie und Kirche verwurzelt. Als gereifte Christen tragen sie verschiedenste Verantwortung in Öffentlichkeit und Kirche und bezeugen den Glauben in ihrer Umwelt. Sie bringen ihre Gaben ein, geben den Glauben an die nächste Generation weiter. Hierzu brauchen Christen Stärkung und Zurüstung.
Das Ziel allen geistlichen Wachstums ist die Entdeckung der einen und alle umfassenden Bruderschaft Jesu Christi. Er ist unser Bruder und darum sind wir untereinander Brüder und Schwestern, mit der Bereitschaft, einander die Füße zu waschen. Das reife Korn ist bereit Same für neues Leben zu werden. So schließt sich der Kreis. nun geht es weniger um das Tun, sondern vielmehr um das Sein. Das Leitwort lautet: Dein Wille geschehe!